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Lechtal Tourismus - Christoph Moosbrugger

Etwas das bleibt

Ramona Sprenger & Christoph Lechleitner

Oft wünschen sich die Eltern, dass die Kinder das eigene Lebenswerk weiterführen & gar nicht so selten treffen dabei unterschiedliche Interessen aufeinander.

Ramona & Christoph zeigen wie es gehen könnte. Wir haben mit den Beiden ein nettes und offenes Interview geführt und sie haben uns erzählt, wie sie ihren Alltag gestalten und was das Leben in Boden so wertvoll macht.

guido_degaspari

Wie ist es dazu gekommen, dass ihr den Hof der Eltern übernommen habt?
Das ging alles sehr schnell. Wir haben Rosi schon immer unterstützt, speziell im Sommer beim Heuen. Christoph war auch schon immer der Einzige, der die Maschinen bedient hat. Rosi hat die Wirtschaft alleine geführt und man hat gemerkt, dass es für sie immer anstrengender wurde. Auch der bürokratische Aufwand ist nicht zu unterschätzen, mit all den Fristen die es zu beachten gilt. Sie hat dann einen Sprechtag bei der SVA in Anspruch genommen und ist draufgekommen, dass sie schon längst hätte in Pension gehen können. Das war Ende August und Rosi wollte prompt ab 1. Oktober 2019 die Wirtschaft abgeben, denn sonst bekommt man in Österreich als Bauer nicht mal die Mindestsicherung. Als Bauer muss man außerdem gleich alles abtreten, wir wurden also direkt ins kalte Wasser geschmissen.
Auch ich, Ramona, bin in der Landwirtschaft aufgewachsen, allerdings im Nebenerwerb.

Simone Knitel_Lechtaler Naturhandwerk

Wie war der Übergang bei euch?
Input aus dem Hintergrund gab es schon, auch wenn Rosi gerade den ersten Winter für sich selbst gebraucht hat, um ihre Batterien aufzutanken. Der erste Winter war zum Organisieren da - Christoph musste seinen Job als Schlosser/Schweisser kündigen und Ramona hat in der Übergangszeit und bis zu Emils Geburt viel im Homeoffice arbeiten können und war noch für das Lechtal-Produktmanagement zuständig.
Nachdem Rosi ihre Batterien wieder aufgeladen hat, greift sie uns wieder unter die Arme. Wir haben uns zB den Stall aufgeteilt. Seit Emils Geburt ist 1x täglich Rosi mit der Stallaufsicht betraut und 1x am Tag übernimmt Christoph das, damit er mehr Zeit für die Familie hat.
Seit Rosi nicht mehr die Verantwortung für die Wirtschaft, die Vermarktung und die Entscheidungen hat ist auch die Freude daran wieder groß.

Leben im Lechtal - Simone Knitel

Was hat sich verändert vom 9-5 Job zum Bauernhof-Leben?
Eigentlich alles, aber wir haben ja auch davor schon mitgeholfen. Bei schönem Wetter, ab Mitte Juni bis Oktober haben wir auch schon seit der Kindheit immer mitgeholfen.
R: Es hat sich vor allem zum Positiven verändert. Es ist angenehmer als davor, auch wenn die Tage länger und arbeitsintensiver sind. Aber wir sind gemeinsam und haben viel Zeit miteinander. Davor gab es halt nach der Arbeit nochmal arbeit und jetzt gibts immer gemeinsame Mahlzeiten und Planung.

Was ist eure Vision für den Hof? Wie habt ihr ihn zu EUREM Hof gemacht?
Rosi hat die Kühe gemolken und dann selbst mit der Milch aufgezogen. Rosi hat die Milch an MPreis (Bio vom Berg) oder Tirol Milch verkauft. Wir haben alles auf Mutterkuhhaltung umgestellt, die Kälber bleiben also bei der Mama. Wir sind umgestiegen auf Direktvermarktung. Das heißt wir schlachten selbst, verarbeiten selbst, vakuumieren, etikettieren und liefern auch selbst aus. Wir sind also von der Geburt bis zum Essen komplett dabei. Unser Anspron ist, dass wir die natürlichste Form der Viehhaltung unterstützen wollen. Alles andere passt für uns nicht. “Lass ma die Natur, Natur sein” - Christoph. Auch Rosi findet das ganz großartig und freut sich, dass die neue Generation ihren Traum nun Wirklichkeit werden lässt.

Wir haben eine kleine Wirtschaft - mit nur 8 Kühe mit ein paar Kälbern. Auch die Lechtaler Bauern mit 4fachem Bestand haben oft noch ein zweites Standbein, so wie wir. Schrittweise werden unsere Ferienwohnungen weiter erneuert. Wir wollen klein Bleiben was die Wirtschaft betrifft und deshalb ist es wichtig auch weitere Standbeine zu haben, wie eben unsere Ferienwohnungen.

Wir versuchen, dass wir mit dem wirtschaften was wir schon haben. Wir brauchen nicht jedes Jahr den neuesten Traktor. Wir machen so viel von Hand wie möglich und versuche dafür, den Kühen das beste Leben zu garantieren. - Ramona

Wie ist es in den Familienbetrieb vom Partner einzusteigen?
Es gibt definitiv Herausforderungen. Die Rosi ist eine tolle Schwiegermama, da haben es viele sicher schwieriger als ich, aber das braucht natürlich trotzdem Zeit, bis man da eingespielt ist - vor allem, wenn man ja auch unter einem Dach lebt! Mit Rosi lebt da auch ihr Lebensgefährte, der nochmal 20 Jahre älter ist & die Ferienwohnungen sind auch direkt dabei im Haus. Wir haben also mindestens 4 Generationen unter einem Dach! Mit verschiedenen Generationen kommen auch verschiedene Bedürfnisse und verschiedene Ansichten, aber wenn man sich eingespielt hat ist das auch unglaublich bereichernd. Mit Respekt kann man immer einen Nenner finden.

Leben im Lechtal - Simone Knitel

Macht es ehrfürchtig einen Generationenbetrieb/Lebenswerk zu übernehmen?
Definitiv! Der Betrieb ist ja schon durch mehrere Generationen gegangen - auch Rosis Eltern haben den Hof schon geführt. Da wird einem schon bewusst, was die Generationen früher geleistet haben. Wir haben teilweise immer noch Maschinen von ganz früher und die funktionieren immer noch, das ist schon eine Ehre. Unser Ansporn ist es, das zu erhalten was sie aufgebaut haben. Das ist uns auch im ganzen Dorf wichtig. Dass wir das Bewusstsein für die Ursprünglichkeit stärken und nicht alles immer Höher, Besser, Weiter sein muss und dass Neu nicht immer alles besser ist.

Wir möchten den Menschen zeigen, dass man ein richtig schönes, gutes Leben führen kann, auch ohne viel Klimbim. Dass Ursprünglichkeit schöne Seiten hat und dass man die Kulturlandschaft so erhalten sollte, wie sie jetzt bei uns in Boden ist.
Wenn jemand eine Auszeit sucht, dann ist er bei uns auf jeden Fall richtig und kann die Schönheit der Entschleunigung und des “Verzichts” kennen lernen. Bei uns darf man übrigens wirklich erleben was “Bauernhofleben” bedeutet, denn wir freuen uns immer sehr, wenn unsere Gäste Interesse zeigen und sich anschauen wollen, wie ein Tag am Bauernhof aussieht. Wir finden es schön, unseren Gästen näherzubringen wie das Leben bei uns funktioniert.

Du bist ja auch Trail-Running Guide und Lauftrainer und hast zudem auch deine eigene Trailrunning- und Laufschule gegründet. Warum der Laufsport deiner Meinung nach so wichtig ist.
Ich bin der festen Überzeugung, dass es sich unbedingt lohnt, mal mit einem Trainer & Guide laufen zu gehen. Gerade das Trail Running verbindet ja das Sportliche mit dem Naturerlebnis und in beiden Punkten kann das Laufen mit einem fachkundigen Trainer und Guide sicher einen Mehrwert erzeugen und die Eindrücke lassen sich nachhaltiger gestalten und vertiefen. Der Sportler darf sich auf einer solchen Tour vornehmlich auf das Laufen und Erleben fokussieren und muss sich nicht um die wichtigen Randthemen wie z.B. die Tourenplanung etc. kümmern.

Nicht nur der Laufsport ist wichtig, sondern natürlich auch Sport im Allgemeinen natürlich! Meiner Meinung nach müssen wir es als Gesellschaft hinbekommen, dass wir der Bewegung wieder einen natürlich höheren Stellenwert einräumen und insbesondere Kinder und Jugendliche dazu animieren, sich wieder mehr in der „realen Welt“ zu bewegen. Mit verhältnismäßig einfachen Mitteln und wenig Aufwand kann jeder mit dem „Laufen“ anfangen. Trotzdem sollte man natürlich grundsätzlich „sportgesund“ sein. Wer wenig oder keine Lauferfahrung hat, dem sei ein Begleiter in Form eines Lauftrainers von Anfang an ans Herz gelegt, auch wenn man kein ambitionierter Wettkampfläufer werden will. Ein Lauftrainer wird auf die Fehler hinweisen, die es zu vermeiden gilt, um die Lauffreude langfristig aufrechtzuerhalten. Außerdem wird er ein Motivator an den Tagen sein, an denen man selber vielleicht nicht die Lust verspürt.

ADEG Markt Wolf  Ferdinand

Supermarkt

Tabak / Trafik

+2

Bach
Geschlossen, öffnet in 25 Minuten
Skilift - Sonnenlift Knittel

Ski fahren

Beschneiungsanlagen

+4

Elbigenalp
Auenfelder Hütte

Österreichische Küche

Berghütte/Bergrestaurant

+1

Warth
Geschlossen, öffnet um 09:00 Uhr
Augsburger Hütte 2.298 m

Schutzhütte

Regionale Küche

Bach
Geschlossen, öffnet morgen um 07:00 Uhr
Olympic Fitness

Fitness

Fitnesscenter

Elbigenalp
Geschlossen, öffnet um 09:00 Uhr
Gasthof  "Zur Gemütlichkeit"

Nichtraucher-Lokalität

Biergarten/Bierlokal

+7

Pfafflar
Geschlossen, öffnet in 25 Minuten
Berggasthof Klapf

Gasthof/Gasthaus/Gaststätte

Restaurant

+4

Bach
Almwirtschaft Bürstegg

Almwirtschaft/Jausenstation

Warth
Glaskunstwerkstatt Brigitte Köck

Kleinkunst

Handwerks-/Kunsthandwerksstätte

Häselgehr
Anja Ginther

von Anja Ginther

03. Mai 2023

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