2009 "Die Lawine"Text: Claudia Lang
Regie: Barbara Herold Text: Claudia Lang
Regie: Barbara HeroldKein Werbeslogan könnte diese faszinierende Bergwelt besser beschreiben als die Worte des örtlichen Pfarrers:
„Willst du Gott in seinen Werken erkennen, so geh´ in die Wüste, in die Berge oder komm´
gleich ins Lechtal“.
„Ich setze meine ganze Kraft dafür ein, dass ich unseren Hof in diesem wunderschönen Tal
erhalten kann, denn hier bin ich tief verwurzelt“, sagt Rosi Lechleitner aus Boden.
Es ist eine Welt zwischen wild romantischer Landschaft und ständigem Alptraum,
zwischen atemberaubender Schönheit und drohender Gefahr. Allein im 15 km langen
Bschlaber-Tal gibt es 32 Lawinenstriche. 1984 hat eine Lawine das halbe Dorf Boden
zerstört. Wie durch göttliche Fügung wurden die Bewohner des Bschlabertales verschont,
allein ihr Hab und Gut fiel der Naturgewalt zum Opfer.
Die Ehrfurcht vor der Natur ist den Menschen im Lechtal bis heute geblieben. Trotz moderner
Telekommunikation und Technik sind sie immer noch eins mit dem Berg, dem sie seit
700 Jahren ihren Lebensraum abringen. Dabei ist eine der schönsten und urtümlichsten
Kulturlandschaften Europas entstanden.
Dieses historische Ereignis der Lawinen-Katastrophe vom 10. Februar 1984 in Boden
diente der Theaterautorin Claudia Lang als Grundlage für ihr neues Stück „Die Lawine“.
Sie strickte daraus einmal mehr ein spannendes Muster von Allmacht und Ohmacht;
von Menschen, die ihre Ehrfurcht vor der Natur nicht verloren haben und von Sehnsüchten
nach einem leichteren Leben. Ein Stück, das bis zur letzten Minute fesselt und
eindrückliche Bilder hinterlässt.
Die darin auftretenden Personen sind frei erfunden.
Das Ensemble der Geierwally Freilichtbühne Elbigenalp freut sich, Ihnen im Sommer 2009
wieder ein Stück mit Lechtaler Bezug bieten zu können - sicherlich eine Stärke dieser
Laienbühne und Ihrer Leiterin Claudia Lang (auch die Geierwally, die Schwabenkinder,
Schattenweiber, die Turmwächterinnen u.a. spielen in diesem Tal).
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