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Geierwally Freilichtbühne

2003 / 2004
"Schwabenkinder"

Die Lechtaler Schwabenkinder haben sich seit ihrer Uraufführung im Jahre 1996
zu einem berührenden Dauerbrenner auf heimischen und internationalen
Theaterbühnen entwickelt.
In der neu adaptierten Fassung werden die Rollen von der jungen
Darsteller-Generation der Freilichtbühne verkörpert.

Buch: Claudia Lang
Regie: Claudia Lang

Historie und Inhalt

"Schwabenkinder" so bezeichnete man arme Bauernkinder aus Tirol und Vorarlberg, welche von März bis Oktober, zu wohlhabenden Bauern ins "Schwabenland", als Viehhüter, Knechte oder Mägde geschickt wurden.

Staat und Kirche tolerierten diesen Missstand, wobei der Klerus nur um den Glaubensabfall der Kinder fürchtete, sowie den Verfall von Sitte und Moral. Letzteres war auch berechtigt, da Mädchen sehr oft der sexuellen Belästigung durch Bauern und Knechte ausgesetzt waren und nicht selten im Herbst schwanger heimkehrten.

Die Kinder mussten hart arbeiten, bekamen meistens gute, reichhaltige Kost und als Lohn ein "Häs" (Kleidung) und ein paar Gulden. Oft kehrten größere Kinder, Mädchen, weil sie schwanger waren, und Buben, weil sie eine bessere Zukunft sahen, nicht mehr in die Heimat zurück.

Auch kam es vor, dass Kinder von ihren Dienstherren aus Mitleid adoptiert wurden und dass schwangere Mädchen Selbstmord begingen. Das Thema "Schwabenkinder" berührt mich schon seit meiner Kindheit, da meine Mutter, eines der letzten Schwabenkinder, mir immer wieder von dieser Zeit erzählte.

Ein Tal, das seine Bewohner nicht ernähren kann, zwingt die in Not geratenen Eltern dazu, ihre Kinder Jahr für Jahr zur Kinderarbeit in die Fremde zu schicken. Ein Phänomen, das die Eltern Zuhause genauso belastet wie die Kinder in der Fremde.

Die Mutter erhält ein Adoptionsansuchen, und sie hat zu entscheiden, entweder ihr Kind freizugeben und ihm damit Wohlstand und eine gute Schulbildung zukommen zu lassen, oder zurück in die Armut zu holen. Ein Schicksal der Not und Entbehrung der immerwiederkehrenden Grausamkeit der Umstände und der menschlichen Unzulänglichkeit.

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Kartenvorverkauf
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Untergiblen 23
A-6652 Elbigenalp

MO - FR: 8.00 - 17.00 Uhr

Tel +43 (0) 5634 5315-12
E-Mail geierwally@lechtal.at

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an Spieltagen ab 18.00 Uhr

Spielbeginn: 20.30 Uhr


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