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Botanischer Garten

Der botanischen Lehrpfad:
Einmalige Alpenflora - im Herzen der Allgäuer Alpen.
Wahrlich ein botanischer Wundergarten, in dem unzählige prachtvolle Blütenpflanzen den Berg in allen Höhenstufen märchenhaft schön schmücken und damit gleichzeitig eindrucksvoll den Formenreichtum repräsentieren.



Das Gebiet um die 2.226 Meter hohe Jöchelspitze ist geologisch von besonderer Beschaffenheit.
Obwohl mitten im Kalkgebirge gelegen, prägen auch Lehm-, Mergel- und Schieferschichten markant das Landschaftsbild und die allgemeine Flora. Vorzügliches zusammenwirken maßgeblicher Umweltfaktoren, sowie die sonnige Lage der bewachsenen Flächen und die warmen Regen aus den maritimen Luftmassen, bilden die Voraussetzung zu einem außergewöhnlichen Pflanzenkleid.

Am einfachsten erreichbar, mit oder ohne Fahrzeug ist dieser herrliche Bereich von der Pfarrkirche ausgehend, über ein asphaltiertes Sträßchen, das zunächst in westlicher Richtung am Lech aufwärts, dann vorbei am Weiler Kraichen, zur terrassenförmigen Hangstufe, auf der sich die Talstation der Jöchelspitzbahn befindet, führt. Die Wiesen dieser Vorstufe bilden auch schon den Anfang dieses Bereiches wunderbarer Schönheit.

Ganze Teppiche farbenfroher Wiesenblumen gestalten den bezaubernden Schmuckgürtel am Rande des aufsteigenden Bergwaldes vielfarbig bunt. Zur allgemeinen Information und möglichen Entscheidungshilfe, ob der weitere Aufstieg zur Bergstation auf dem Forstweg bewältigt, oder mittels der bequemen Sesselbahn erfolgen soll, dient eine großformatige Übersichtstafel bei der Talstation.
In weiterer Folge und zunehmender Höhe zeigen die Lichtungen des montanen Bergwaldes wie Blumenfenster den grenzenlosen Übergang von den Wiesenblumen zu den Alpenblumen.

So lassen z. B. Bergglockenblumen, Eisenhut, Großer Fingerhut und verschiedene Knabenkräuter bereits den zu erwartenden Blumenreichtum erahnen. Die ganze Pracht und Herrlichkeit entfaltet sich dann fast schlagartig in den Wiesen der subalpinen Stufe, über den oberen Waldgrenze.

Der Weiterweg führt sodann leicht ansteigend, in nördlicher Richtung, mitten durch das eigentliche Reich der Alpenblumen, auf den Lachenkopf, eine dem Gipfel vor gelagerte, hügelige Erhebung. In diesem Abschnitt erfährt der ohnehin fabelhafte Blumenreichtum eine merkliche Steigerung. Wohin der Blick auch schweift, treten Alpenblumen wohlgefällig in Erscheinung. Darunter das Einblütige Ferkelkraut, Rindsaugen, Margeriten, der zartblaue Storchschnabel, Wundklee, die stolzen Kerzen des Blauen Eisenhutes und vor allem weiße Alpen-Anemonen, die sich offensichtlich vom übrigen Blütenmeer abheben.

Aber auch damit ist die bewundernswerte Blütenpracht längst nicht erschöpft, denn im Bereich der Gipfelregion erfährt diese außergewöhnliche botanische Attraktion erst ihre Krönung. Matten, Hänge und Felsaufbauten zieren hochwertige Alpenblumen vielfältiger Formen und Farben. Exotisch anmutende Türkenbundlilien, reizvolle Pelzanemonen, prächtige Exemplare der Berghauswurz, beachtliche Bestände der Schwefelgelben Anemone, gesellig auftretender Allermannesharnisch, majestätische Strauß-glockenblumen und entzückende Steinnelken, sind nur einige der blühenden Kostbarkeiten, die auf dieser alpinen Höhenstufe die Blumenwelt repräsentieren. Nach dem Erreichen des breiten bewachsenen Grates schwenkt der Wandersteig in nordwestliche Richtung und zieht, weiterhin gesäumt von blühenden Geschöpfen, zügig zum Gipfel der Jöchelspitze hinauf. Bis zu diesem exponierten Punkt gestalten botanische Sehenswürdigkeiten den Aufstieg überaus abwechslungsreich und interessant. Schließlich ladet noch der Zielpunkt zu erholsamer Rast und gewährt einen atemberaubenden Rundblick auf die grandiose Bergszenerie der umliegenden Allgäuer- und Lechtaler Alpen. Die Rückkehr zur Bergstation erfolgt sodann wieder auf dem beschriebenen Steig, wobei nun die blühenden Besonderheiten vorteilhaft in umgekehrter Reihenfolge und aus anderer Perspektive zu erblicken sind. An der Bergstation ist dann neuerlich zu entscheiden, ob der Abstieg zur Talstation auf dem Forstweg, oder ob die Sesselbahn hierzu benützt werden soll.

 

 
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