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Historisches

Der Name "Häselgehr" wird aus dem mittelhochdeutschen "haselin ger" abgeleitet.

Die Namensgebung
Häselgehr ist als mittelalterliche Rodungssiedlung
entstanden. Der Name, abgeleitet aus dem mittelhochdeutschen "haselin ger", beschreibt eine hasel bewachsene Flur. In alten Aufzeichnungen ist der Weiler Luxnach im Jahre 1315 als Dauersiedlung belegt. Weitere urkundliche Erwähnungen stammen aus den Jahren 1338 (Heselgehr), 1358 (Heseligeren) und 1515 (Heselgeer).
Häternach, Gutschau, Grießau und Häselgehr bildeten "Gemeinden" der Anwaltschaft Unterlechtal ("Häselgehrer Drittel"). Die Weiler entstanden aus der Teilung alter, großer Höfe.
1561 erscheint Häselgehr als Ortsgemeinde im jetzigen Umfang.
Neben einer Bierbrauerei, die von 1660 bis 1905 Bier braute, gibt es in Häsegehr auch eine Glockengießerei, die 1786 gegründet wurde, und eine Schellenschmiede. Ein kleines Bergwerk am Steinjöchl im Gramaistal lieferte das benötigte Metall.

Seuchen
Das Dorf wurde durch die von 1633 bis 1635 grassierende pest schwer heimgesucht. Die Pestkapelle (Sebastianskapelle) im Grießau und ein Wegkreuz oberhalb des Weilers Gutschau erinnern daran.


Katastrophen
Auch Lawinenkatastrophen brachen über das Dorf ein: 1793 verschüttete eine Lawine drei Häuser mit elf Leuten. 1951 wurde nach einer weiteren Lawinenkatastrophe Lawinenschutzbauten am Heuberg bei Häselgehr errichtet.
Im August 2005 trat nach schweren Regenfällen der Lech über seine Ufer und hat einigen Schaden in Oberhäselgehr angerichtet. Der Ortsteil Luxnach war allerdings am schwersten betroffen. Dort wurde der Campingplatz völlig zerstört.

Peter Singer:  (1810 - 1882):
Der Franziskanerpater, der in Salzburg als Komponist und Schöpfer des Pansymphonikums zu Ruhm kam, wurde in Häselgehr geboren. Eine Marmorgedenktafel an der Friedhofsmauer und ein Relief von Benno Bischof an seinem Geburtshaus (Nr.71) erinnern an ihn.

 

 

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