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Der Name Elbigenalp ist eine Ableitung vom früheren Ortsnamen „Albige Alpe“. Elbigenalp war Mittelpunkt in der Pfarre im Lechtal und somit ist heute noch der Name „Dorf“ im ganzen Lechtal gebräuchlich. Die gesamten Bewohner des Tales von Kaisers bis Forchach trafen sich hier zum sonntäglichen Gottesdienst. Im Laufe der Jahrhunderte zerfiel jedoch die Großpfarre, und in der Folge wurde 1401 der Teil des oberen Lechtales bei Sulzlbach (bei Stockach) abgetrennt und zu einer eigenen Pfarre mit dem Sitz in Holzgau erhoben. Bald darauf wurde das untere Lechtal nochmals geteilt, sodass drei Drittel entstanden.
In einer Pfarrteilungsurkunde von 1401 wird das Lechtal als ein „raues, im Winter äußerst unwirtschaftlich und dünn besiedeltes Hochgebirgstal“ genannt.
Dies war auch der Grund dafür, dass seit dem Ende des 17. Jahrhunderts viele Elbigenalper in die Fremde zogen, um dort bessere Verdienstmöglichkeiten zu finden. Viele waren erfolgreich im Ausland und kamen in den Tagen des Alters vermögend in ihre Heimat zurück. Andere wiederum machten sich im Ausland sesshaft und betätigten sich mit viel Erfolg im Handel. Besonders als Maurer und Stuckateure waren die Elbigenalper angesehene Leute.
Zusätzlich zu den Belastungen, die das rauhe Klima mit sich brachte, wurden unsere Vorfahren auch mit kriegerischen Auseinandersetzungen im Laufe der Jahrhunderte konfrontiert: 1402 – 1408 der Appenzeller Krieg, der auch in Elbigenalp seinen Niederschlag fand. 1632 zogen Männer in den Dreißigjährigen Krieg. Besonders hart wurde die Bevölkerung getroffen, als 1633 bis 1635 die Pest im Lechtal am rechten Lechufer wütete. In Grünau sollen neun Frauen mit dem Namen Maria übereinander in ein Grab gelegt worden sein. In manchen Orten kam durch die Pest die Hälfte der Bevölkerung ums Leben.
Erfreulichere Zeiten waren als die Königin Mutter Maria von Bayern alljährlich Elbigenalp im Sommer besuchte. Sie tat für die Bevölkerung viel Gutes, hatte ein offenes Herz und spendete für die Armen. In der Pfarrkirche St. Nikolaus erinnert ein Glasfenster an diese Zeit.
Mit König Mutter Maria kam auch ihr Sohn König Ludwig II 1867 nach Elbigenalp. Die Besuche galten eigentlich dem Heimatforscher Anton Falger, Lithograph, Grapheur und Chronist, der zu seiner Zeit weit über die Grenzen bekannt war. So waren unter anderem auch König Friedrich August von Sachsen, Prinz Otto von Bayern und seine kaiserliche Hoheit Erzherzog Karl Ludwig Gast im Hause Anton Falger.
In dieser Zeit der hohen Besuche begann für unseren Ort eigentlich schon der Tourismus.
Mit dem 1. und 2. Weltkrieg traf es auch unsere Bevölkerung sehr und sie lebte wiederum beinahe ausschließlich nur von den mühsam abgerungenen Erträgen der Natur. Bald nach dem 2. Weltkrieg wurde der Tourismusverband gegründet. Durch die Gastfreundschaft der Bevölkerung und auch wegen unserer weitgehend naturbelassenen Landschaft stiegen die Nächtigungszahlen Jahr für Jahr, sodass heute die Bewohner des Tales vor allem durch den Tourismus sich eines bescheidenen Wohlstandes erfreuen dürfen. (Bildmaterial zur Verfügung gestellt von Fam. Spieß - Gasthof Post in Elbigenalp)
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Ortsgeschichte Elbigenalp
Der Name Elbigenalp ist eine Ableitung vom früheren Ortsnamen „Albige Alpe“.
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